Die Vorlesung führt in die wichtigsten Themenfelder der Geographischen Entwicklungsforschung ein. Ausgehend von einem Überblick über die entwicklungstheoretische Diskussion der vergangenen Dekaden werden Analysekonzepte zur Entstehung und Perpetuierung von "Unterentwicklung" in den Ländern des globalen Südens behandelt. Im Kontext von Globalisierung und globalem Umweltwandel haben sich dort weit reichende sozio-ökonomische, politische und ökologische Veränderungen ergeben. In der Vorlesung werden diese Strukturen und Prozesse an Fallbeispielen aus Afrika, Asien und Lateinamerika aufgezeigt und hinsichtlich ihrer Entwicklungsrelevanz eingeordnet. Zunehmende ökonomische und soziale Fragmentierung, damit einhergehenden Formen der Marginalisierung und Verwundbarkeit weiter Bevölkerungsgruppen stellen neben den Auswirkungen des globalen Umweltwandels unverändert aktuelle Herausforderungen dar. Dabei wird auch die Exposition betroffener Bevölkerungsgruppen gegenüber Naturrisiken behandelt. Ebenso werden unter Berücksichtigung historischer Bezüge auch gewalttätige Konfliktsituationen an ausgewählten Beispielen behandelt.