„Doing Difference“-Ansätze sind elementare soziologische Denkmodelle zur Analyse sozialer Ungleichheit. Ihre theoretische Grundlage finden sie in den Arbeiten von Georg Herbert Mead (Symbolischer Interaktionismus) und Harold Garfinkel (Ethnomethodologie).

Das Seminar entwickelt diese Perspektive in vier Schritten: (i) wird anhand der Arbeiten von Georg Herbert Mead der symbolische Interaktionismus erarbeitet, daraufhin soll (ii) die Entwicklung des doing-gender-Ansatzes nachgezeichnet werden; (iii) geht es dann um die unterschiedlichen Anwendungsgebiete und Expansion des Konzeptes zu „doing difference“, das in einem vierten Schritt (iv) anhand unterschiedlicher Beispiele aus der soziologischen und erziehungswissenschaftlichen Forschungsliteratur bearbeitet wird.

Ziele des Seminares sind das Kennenlernen des theoretischen Einsatzes dieses Forschungsparadigmas und die Auseinandersetzung mit der Frage, wie seine Anwendung zum Aufbau reflexiver Kompetenzen der eigenen pädagogischen Arbeit im Kontext einer inklusiven Schule beitragen kann