Die Vorlesung behandelt das innerstaatliche Außensteuerrecht, namentlich die beschränkte und unbeschränkte Steuerpflicht, das Europäische Steuerrecht (Grundfreiheiten, Beihilfenrecht, Harmonisierung durch Richtlinien) und das Steuervölkerrecht, namentlich das Recht der bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen.

Interessierte Studentinnen und Studenten, die die Vorlesung vollständig gehört haben, haben die Möglichkeit zur parallelen Teilnahme am European Tax Law Moot Court, der im März 2018 in Löwen (Leuven) stattfindet.

Wenn Steuerpflichtige in offenen Märkten grenzüberschreitend wirtschaften, unterliegen sie der Steuergewalt mehr als eines Staates. Dadurch entstehen die Gefahr der Doppelbesteuerung, aber auch zahlreiche weitere Friktionen: Einnahmen werden u.U. nirgends, Aufwendungen oder Verluste dagegen mehrfach berücksichtigt. Zuletzt werden auch ein unfairer Steuerwettbewerb und „BEPS“ (base erosion and profit shifting) als Belege dafür angeführt, dass das unkoordinierte Zusammenwirken einzelstaatlicher Rechtsordnungen zu Verwerfungen führen kann, die fiskalisch und ökonomisch unerwünscht sind. Wie verhält sich die Rechtsordnung dazu? Wie lassen sich die genannten Probleme innerstaatlich, unionsrechtlich und völkervertraglich bewältigen?