In diesem Seminar steht die Lektüre eines Mirakeltextes aus der Mitte des 15. Jhs. im Vordergrund, jedoch wird auch der historische Hintergrund dieses Textes eine wesentliche Rolle spielen. Aspekte von Dämonologie und Aberglauben, die Versuche, gute und böse Geister zu scheiden, werden ebenso thematisiert wie der zeitliche Kontext, die schismatischen Zustände in der abendländischen Christenheit, sowie die Versuche, Ursache und Lösungswege zu finden. Schließlich ist auch die Bedeutung des Hundes in diesem Kontext in den Blick zu nehmen.
Die Text ist in unterschiedlichen regionalen Überlieferungssträngen auf uns gekommen, in lateinischer Version und verschiedenen volkssprachlichen Varianten. Daher können anhand dieses Textes sprachliche wie inhaltliche Vergleiche angestellt und Abweichungen interpretiert werden. Die Übung ist ein Angebot im Rahmen der Grundwissenschaften für den Bereich Mittelalter (Schriftkunde I). Paläographische Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht unbedingt Voraussetzung.